Wien für Anfänger

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Wien für Anfänger – Ausflugsziele in Wien
Das erste Mal in Wien? Da stellt sich die Frage – was muss ich in Wien gesehen haben? Wo gibt es regionale Spezialitäten und welche Ausflugsziele sind ein echter To Do Tipp?

Karlskirche

Ausflugsziele in Wien

Ausflugstipps und Übernachten in Wien

  • Überblick – hoch auf den Stefansdom
  • K & K – Schloss Schönbrunn oder doch Belvedere?
  • Kinderträume – zu Gast bei Kaiserin Sissi
  • Kulinarisches – von Apfelstrudel über Stelzen bis Wiener Schnitzel
  • Zentral und doch ruhig – Übernachten in Wien
  • Touristisch – der Prater und sein Riesenrad
  • Kulturell – von Klimt bis ins Museums Quartier
  • Von A nach B in Wien – Tipps für den öffentlichen Nahverkehr

Ausblick vom 18. Stock des Novotel über den Hauptbahnhof

Wien ist eine Stadt zum Wohlfühlen. Extrem grün, die Fahrpreise für öffentliche Verkehrsmittel sind moderat, man hat die Pole-Position in Sachen K&K mit seinen kostbaren Kulturschätzen, Wien ist sicher und bietet ein einzigartiges Veranstaltungs- und Freizeitangebot.

Mädels-Wochenende in Wien

Das bedeutet wir brauchen ein Programm gemacht vom Insider für Wien-Anfänger und Fortgeschrittene.

Übernachten in Wien – Zentral und doch ruhig

Unmittelbar am Hauptbahnhof- oder besser Südtiroler Platz, wie die U-Bahn Station heißt – befindet sich das Novotel Hotel. Zugegeben, ich kenne viele Hotels und bin nicht leicht begeistert, doch hier war ich sprachlos überrascht. Farbenfroh, offen, großzügig und in extrem ansprechend stylischem Design empfängt das Haus seine Gäste. Ein schönes Gefühl, was nur noch durch die Freundlichkeit des Personals zu toppen ist.
Wie schon die Lobby mit Restaurant und Bar, ist mein Zimmer großzügig und mit allem ausgestattet, was ich mir wünschen kann. Von funktionierendem WLAN über eine Kaffeemaschine, Wasserkocher mit Tee, innenbeleuchtetem Schrank und super bequemen Bett. Es fehlt an nichts. Meine Highlights aber sind einerseits die großartigen Kissen und – im 18. Stock fast logisch – der gigantische Blick über Wien.
Übrigens, für alle, die ein bisschen tiefer nächtigen. Im 19. Stock gibt es im Novotel einen neuen und rundum verglasten Fitness-Raum, sowie Sauna und Ruheraum mit Blick.

Novotel Wien Hauptbahnhof

Canettistrasse 6 · 1100 Wien
+43 1 9092266

Überblick – hoch auf den Stefansdom

Zugegeben, ich habe eine komische Angewohnheit. Wo immer ich bin, ich möchte hoch hinaus. Am liebsten auf den höchsten Punkt von Stadt und Umgebung. Kein Wunder also, dass es uns auf das mystische Herz Wiens zog.
Denn viele Sagen ranken sich um den Stephansplatz und den Stephansdom. Angeblich hat der Satan selbst den Bau des hohen Nordturms verhindert. Was uns nicht wirklich stört, denn es gibt ihn, wenn auch ein Stück kleiner als der Südturm, doch immerhin fährt ein Aufzug – für 6,- € – hinauf.
Ein kleines Stück höher wäre es auf dem Südturm gegangen, doch 343 Stufen auf einer sich nach oben verjüngenden Wendeltreppe hielten uns doch davon ab.
Auch so ist der Ausblick sehenswert und allein schon die direkte Nähe zu Österreichs größter Glocke der Pummerin und dem interessanten Dach, lohnen.

Ausblick über Wien vom Stefansdom

Pummerin – Die große Glocke vom Stephansdom

  • wiegt 21 110 kg, hat einen Schlagton c+4/16 und einen Durchmesser von 3,14 m
  • 1711 aus türkischen Kanonen gegossen
  • 1945 beim Dombrand zerstört
  • 1951 in St.Florian aus den Trümmern der alten Pummerin gegossen
  • 1952 der Gottesmutter geweiht
  • 1957 auf den Nordturm aufgezogen läutet sie an hohen Feiertagen, zum Jahreswechsel und besonderen Anlässen

K & K – Schloss Schönbrunn oder doch Belvedere?

Schade, in den nächsten Tagen finden im riesigen Park von Schloss Schönbrunn die Sommerkonzerte vor großartiger Kulisse statt. Für mich hat es aber zur Folge, dass überall Bauzäune Blick und Weg versperren.
Auch wenn mich bei diesen Temperaturen trotzdem nichts in die schönen Räumlichkeiten des von Johann Bernhard Fischer von Erlach gestalteten Rokokotraums zieht. Schloss Schönbrunn mit seinen 1441 Zimmern, die luxuriöse Wohnwelt der Habsburger. Auch in den Gartenanlagen sparte man nicht mir Prunk. Neben einem Tiergarten, Nepthunbrunnen, Taubenhaus, Orangerie und Gloriette vis á vis auf dem Hügel vom Schloss ist der Schlosspark in einem sternenförmigen Alleensystem angelegt.
Vorausgesetzt man findet einen Weg durch die Bauzäune, dann ist ein Spaziergang hier wunderschön.

Schloss Schönbrunn – Treffen mit Sissi

Typisch Wien

Ungehindert geht es auch
Alles duftet nach Linden. Ich kann mich nicht satt riechen und spaziere gemütlich durch die Alleen zum Palast zur schönen Aussicht – Schloss Belvedere.
Nur ein paar Gehminuten vom Hauptbahnhof und damit auch dem Hotel Novotel entfernt befindet sich Prinz Eugens Sommerresidenz, die er 1714 mit einem kunstvoll symmetrischen terrassenförmigen Park anlegen lies.
Das Oberen Belvedere beherbergt, neben der kaiserlichen Gemäldegalerie auch die weltweit größte Sammlung von Klimt-Gemälden.
Apropos Klimt, derzeit sind Klimts Kunstwerke, die die Decke des Kunsthistorischen Museums nahe der Hofburg zieren ganz aus der Nähe zu sehen. Zu seinem 100. Totesjahr wurde eigens ein Metallgestell aufgestellt um den Besuchern einen direkten Blick auf die Meisterwerke zu bieten.
Die anschließende Ausstellung mischt moderne mit historischen Kunstwerken. 15 € Eintritt sind ein stolzer Preis, doch für Kunstliebhaber absolut lohnenswert.

Kunsthistorisches Museum

Kulturell – von Klimt bis ins Museums Quartier

Und schon befinden wir uns mitten im Museums Quartier. Ein 2001 auf 60.000 qm geschaffenes Areal. Hier treffen sich nicht nur die unterschiedlichsten Stile der Kunst, auch ein Ort der Begegnung mit vielen Kulturellen Angeboten ist diese Ecke.

Ich kann gut verstehen, warum die Innenhöfe gerne verlängertes Wohnzimmer der Wiener genannt werden. Auch wir holen uns eine Portion Frozen Yoghurt und machen es uns auf einem der breiten, lila Hofmöbel gemütlich. Sagen wir, soweit möglich, denn die Outdoor-Sofas oder genauer Enzi-Liegen sehen deutlich gemütlicher aus, als sie sind.
Ein kurzer Abstecher noch zur Albertina, die neben ihren 65.000 Zeichnungen und vielen Werken der Modernen Kunst sicher durch ihre Treppe immer für großes Aufsehen sorgt.

Kinderheitsträume – zu Gast bei Kaiserin Sisi

Wer kennt sie nicht, die Sisi Filme? Für viele Touristen ist besonders die tragische Geschichte der unglücklichen Kaiserin ein Grund, Wien zu besuchen. Seit ein paar Jahren gibt es in der ehemaligen, verwinkelten Winterresidenz der Habsburger, das Sisi Museum. – Fotografieren ist hier verboten –
Von Gedichtsstrophen über Sehnsucht, Einsamkeit und Freiheit zum weiß-grün-goldenen Verlobungskleid geht es ins Kaiserlichen Appartement. Neben einem reich gedeckten Esstisch finden wir hier ein komplettes Turnzimmer mit interessanten Turngeräten, prachtvolles Mobiliar und die getrennten Schlafzimmer von Kaiser und Kaiserin mit jeweils einfachen Eisen-Einzelbetten.

Hofburg

Abends machen wir es uns an der Bar im Novotel Hotel gemütlich. Kosten uns durch die Nachtisch- und Cocktail-Karte und amüsieren uns über die Bands, die auf dem großen Fernseher der Lobby dancen.
Wenn ich bis jetzt noch nicht überzeugt gewesen wäre, spätestens bei großartigen Frühstücksbuffet war es dann soweit. Ich mixe mir leckere Bowls mit Chiapudding, Früchten und leckeren Toppings um einen Effekt von – Feel Beautyful – Feel Energized – Feel Happy zu genießen.
Gut gestärkt geht es – bei traumhaftem Sommerwetter – zum Prater.

Touristisch – der Prater und sein Riesenrad

Langsam dreht sich das Riesenrad, Wien liegt uns zu Füßen. Zugegeben, nachts wäre es auch noch richtig romantisch, wenn sich die Stadt als Lichtermeer zeigen würde. Doch auch so ist eine Fahrt im 250 Tonnen schweren Wahrzeichen Wiens beeindruckend.
Knapp 10 Minuten dauert eine Runde und ist mit 10€ auch nicht wirkliche ein Schnäppchen. Doch irgendwie fanden wir: einmal im Leben darf man sowas machen.
Kleiner Tipp am Rande, wer eine Fahrt im seit 1897 kreisenden Riesenrad genießen möchte, kommt am besten früh morgens. Gegen 10 Uhr ist die Schlange der anstehenden Menschen sehr überschaubar und die Wartezeit beschränkt sich auf einige Minuten.
Gemütlich schlendern wir über den Wurstlprater, den bekannten Vergnügungspark. Um dem Rummel ein bisschen zu entfliehen biegen wir nach links ab und landen auf der 2. Prater Hauptallee. Gemütlich spazieren wir auf dem über 4 km langen, autofreien Weg durch den Wald. Fast bis zum Ernst-Happel-Stadion.
Zurück wird es wieder nostalgisch. Am 1. Mai 2018 feierte die Wiener Liliputbahn ihren 90. Geburtstag und uns brachte die Dampflok mit ihren offenen, luftigen Wagons zurück in den Prater, genauer gesagt ins SchweizerHaus.

Was für ein Ausblick

 

Kulinarisches – von Apfelstrudel über Stelzen bis Wiener Schnitzel

Stelzn essen im legendären Biergarten. Zugegeben, im Schweizerhaus mutet es sehr touristisch an. Doch man kann uns glaubhaft versichern, auch sehr viele Einheimische sind hier regelmäßig zu Gast.
Tipp am Rande: eine echte Wiener Stelze reicht locker für zwei. Bayern würden es Schweinshaxe nennen.
Wer hingegen eine Spezialität der ganz anderen Art möchte, muss in die Innenstadt. Fast direkt am Stephansdom – gibt es das Trzesniewski. Ein kleines, ja was eigentlich? Gasthaus? Imbiss? Ich weiß es nicht. Fakt ist, hier gibt es großartige Brötchen. Nein, nicht Semmeln, sondern Brotscheiben belegt mit unterschiedlichsten Arten von Aufstrich. Dazu ein kleines Pfiff und der Hunger ist überstanden.
Typisch Wienerischen Apfelstrudel gibt es dann auch noch, zu später Stunde. Auch wenn er im Novotel kalt serviert wird, die heiße Vanillesoße macht das fast unbemerkt. Köstlich.

Stelzn im Schweizerhaus

Von A nach B in Wien – Tipps für den öffentlichen Nahverkehr

Der öffentliche Nahverkehr funktioniert ausgezeichnet in Wien. Gut ausgeschildert verkehren U-Bahn, Busse und Straßenbahn im 5- 15 Minutentakt. Zugegeben, ich bin da doch etwas chaotische Münchner Verkehrssysteme gewohnt, doch Wien ist einfach einfach. Ein Ticket – für mich war es ein 72 h Ticket was direkt ab Flughafen gilt, kostet 23,90 €.
Keine Überlegung ob ich damit alles fahren kann? Ob die Zonen zählen? Ob ich genug gelöst habe. Wien ist da unkompliziert. Ein Ticket, alle Strecken.

Für mich wird schnell klar. Es gibt noch so viel zu sehen – Wien ich komme wieder.

Mein herzlicher Dank gilt dem Novotel Wien Hauptbahnhof, die mit zwei kostenfreien Übernachtungen meine genussvolle Reise unterstützt haben.
Meine Meinung hat das in keinster Weise beeinflusst.

Wien für Anfänger

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