Historischer Stadtrundgang Zu Tisch im alten Bern

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Stadtrundgang Bern

Begleitet mich heute durch die Stadt Bern, wir werden aber nicht einfach durch die Stadt geführt, die Patrizierin Rosina Sinne lädt uns zu einem historischen Stadtrundgang „zu Tisch im alten Bern“ ein.

Stadtrundgang Bern

Stadtrundgang Bern

Ich besuche die Stadt Bern im Rahmen einer Rundreise der Romantik Hotels Schweiz und diese Stadtführung hat die Stadt Bern für uns organisiert, sie kann auf Anfrage auch für Gruppen gebucht werden.

Mit Rosina Sinne durch das alte Bern

Wir starten vom Romantik Hotels Landhaus Liebefeld ganz bequem mit der Buslinie 10 in die Stadt Bern, wo uns die Stadtführerin Bea Lang als Patrizierin Rosina Sinne im historischen Kostüm erwartet. Diese Rosina Sinne ist eine geborene Wyttenbach und lebte zwischen 1764 bis 1836 in Bern. Ihr Haushaltsbuch diente als Inspiration für diesen etwas anderen Stadtrundgang.

Nähere Informationen hier

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Brunnen und Laubengänge prägen Bern

Lauben, Arkaden und eine besondere Einkaufspromenade

Das unverkennbare Merkmal der Berner Altstadt sind die 6km langen Lauben, Arkaden – eine der längsten gedeckten Einkaufspromenaden Europas. Die Laubengänge gehen auf die früheste Stadtentwicklung um 1191 zurück und dienten bereits damals als Schutz für die Unterbringung der Marktstände und Geschäfte. Wir begleiteten Rosina durch die Gassen der Stadt, als würde sie Waren für Ihren abendlichen Empfang besorgen wollen, da Ihr Dienstmädchen beschäftigt war. Rosina erklärte uns an Hand der Geschichte, wo man früher seine Speisen und Getränke kaufte, teilte uns Rezepte mit. Wir erfahren zum Beispiel, dass Wein Grundnahrungsmittel war und jeder selbst Gefangene einen Liter Wein pro Tag bekommt.

Und hier, ganz geheim, ein altes Rezept… nur für euch und bitte nicht weiter verraten.

Spinatschnitten für 4 Personen:

  • 200 g gehackten Spinat
  • 50 g fein gehackte Mandeln
  • 50 g Zucker
  • 30 g Rosinen
  • 8 Scheiben Toastbrot
  • 60 g Butter
  • 3 Eiweiß
  • Salz, Muskat, Butter fürs Blech, Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Spinat in der Butter andämpfen und mit Salz und Muskat würzen, gehackte Mandeln und Zucker beigeben, alles gut mischen und Rosinen dazugeben, vom Herd nehmen. Die Masse auf die Toastbrote streichen. Eiweiß steif schlagen und sorgfältig auf die bestrichenen Spinatschnitten verteilen und mit Zucker bestreuen. Kuchenblech ausbuttern und die Spinatschnitten drauf verteilen. Das ganze bei 220 Grad im vorgeheizten Ofen 6-8 Minuten schön braun backen.

 

Brot vor dem Zeitglockenturm

Zytglogge, Brotloube. Fisch beim Fischbrunnen bei der Kreuzgasse. Der Zucker kam aus der Karibik, die Rübe war noch nicht entdeckt. Darum wurde zum süssen oft Honig und Rosinen verwendet. Gewürze gab es beim Apotheker oder in den Kolonialwarenläden, dort kaufte man auch die Exotischen Früchte wie Zitronen, Orangen, Mandeln und Genussmittel wie Tee, Schokolade und Kaffee. So erklärte sie uns Ess- und Trinkgewohnheiten von anno dazumal in Bern.

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Stadtbild von Bern

Trinkwasser in der Berner Altstadt

Über 100 historische Brunnen in der Berner Altstadt erinnern noch heute als farbige Relikte an mittelalterliche Zeiten. Diese öffentlichen Brunnen dienten im Mittelalter als Wasserversorgung der Bevölkerung, zum Wäsche oder das Werkzeug zu waschen und die Tiere zu versorgen. Bis heute hat das Brunnenwasser Trinkwasserqualität und somit verteilte die herrschaftliche Dame „Familienkristall“ – Becher und wir erfrischten uns mit dem sauberen Wasser. Das gotische Münster rundet das eindrückliche Bild der Altstadt ab.

 

Historisches der Schweizer Hauptstadt

Die Schweizer Hauptstadt Bern thront majestätisch seit dem Gründungsjahr 1191 über der Aareschlaufe. Mit der Erbauung einer beeindruckenden Stadt bewiesen die Stadtentwickler des 12. Jahrhunderts ein feines Gespür und bis heute ist sie ein großartiges und besterhaltenes Zeugnis mittelalterlichen Städtebaus in Europa.

Das Herzstück der Berner Altstadt bildet die Kramgasse, sie war einst Berns belebteste Handelsstraße für Marktleute und Krämer, die hier lauthals ihre Ware verkauften und Neuigkeiten austauschten. Die Berner bewiesen ihren Sinn fürs Praktische auch damit, dass sie die Unterwelt für ihre Zwecke nutzten.

Unter jedem Haus bauten sie Gewölbekeller, um die Warenvorräte zu lagern. Heutzutage verbergen sich in den Kellern ganz andere Schätze. Steigt man die steilen Steintreppen hinunter, offenbart sich eine neue Welt. Heute dient der Untergrund als  trendige und urige Bars, Clubs, Theater, Kellerkinos und spezielle Modegeschäfte.

Nirgends sonst lässt sich in solch historischer Kulisse wettergeschützt einkaufen. Dafür sorgt Europas längste überdeckte Einkaufspassage. Genussvolle Momente beim flanieren und shoppen.

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Brunnen und Laubengänge prägen Bern

Schönheit mit Vergangenheit

Die Schweizer Hauptstadt Bern mit ihrem Charme und ihrem abwechslungsreichen Angebot verzaubert ihre Besucherinnen und Besucher, ja bereits Johann Wolfgang von Goethe war fasziniert und schrieb einem Brief an seine Freundin Charlotte von Stein als er sich im Jahre 1779 in Bern aufhielt: „Sie ist die Schönste, die wir je gesehen haben.“

Bern ist mit rund 130’00 Einwohnern die viertgrößte Schweizer Stadt. Die Berner Altstadt gehört seit 1983 zum UNESCO Welterbe. Der Reichtum an Kultur, Muße und Genuss greift in keiner anderen Stadt der Schweiz so wunderbar ineinander wie in Bern. Hast und Hektik sind Fremdworte für die Bernerinnen und Berner. In ihrer Stadt genießt man das Leben und nimmt sich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. In der einmaligen Altstadtkulisse fällt einem das Loslassen und Genießen jedoch auch nicht schwer.

 

Das schönste Flussbad der Welt – finden die Berner

Auf ihr „schönstes Flussbad der Welt“ sind die Bernerinnen und Berner besonders stolz, denn das „Marzili“ lockt im Sommer unzählige Gäste an, die sich bei heißen Temperaturen im erfrischenden Aare-Wasser eine Abkühlung gönnen. Aber auch paddeln auf der Aare ist unwahrscheinlich beliebt.

Schokoladenseite Bern

Bern hat noch eine weitere Schokoladenseite, denn die wohl bekannteste Schweizer Schokolade „Toblerone“, mit ihrer charakteristischen Dreiecksform, wurde vor rund 100 Jahren in Bern erfunden.

Bern – die Brunnenstadt

Weit über 100 Brunnen befinden sich in der Stadt Bern, darunter stammen elf aus dem 16. Jahrhundert. Die Brunnen waren im Mittelalter von großer Bedeutung, sie galten als zentrale Orte für soziale Treffpunkte, um wichtige Informationen auszutauschen und zu tratschen. Sie waren auch Austragungsorte der Rechtsprechung und des Strafvollzuges sowie Mittelpunkte der alltäglichen Arbeit. Eine sehr wichtige Funktion der öffentlichen Brunnen im Mittelalter war die Wasserversorgung der Bevölkerung. Die Brunnen dienten auch dazu die Wäsche oder das Werkzeug zu waschen und die Tiere zu versorgen.

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Historisch schön

 

Die historischen Brunnen in der Berner Altstadt erinnern noch heute als farbige Relikte an mittelalterliche Zeiten und verschönern mit ihren farbigen, allegorischen Figuren die Berner Straßen. Sie weisen noch immer die ursprüngliche Form auf und wahren das mittelalterliche Stadtbild.

Gemeinsam mit der gesamten Altstadt zählen sie seit 1983 zum UNESCO-Welterbe. Beim Spaziergang durch die Berner Innenstadt sind die elf historischen Figurenbrunnen ein Blickfang. Vermutlich wurden damals vorherrschende gesellschaftliche Wertvorstellungen von den verschiedenen Brunnenfiguren dargestellt, so finden sich die Tugenden

  • Gerechtigkeit – Gerechtigkeitsbrunnen
  • Tapferkeit – Simsonbrunnen
  • Mäßigkeit und Selbstzucht – Anna-Seiler-Brunnen
  • Klugheit – Mosesbrunnen

Beim Kindlifresserbrunnen existieren verschiedene Theorien zu dessen Bedeutung. Die wohl plausibelste lautet, dass der Brunnen eine erzieherische Maßnahme darstellt und als Schreckfigur den Kindern Angst einjagen sollte um sie des guten Benehmens zu lehren.

Reiche Festival-Kultur in Bern

Zahlreiche Veranstaltungen wie das Internationale Jazzfestival, das legendäre Gurtenfestival auf dem Berner Hausberg, die Berner Fasnacht und der traditionelle Zwiebelmarkt – Zibelemärit finden vor der einmaligen Berner Kulisse statt.

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Historischer Stadtrundgang durch Bern

Zünftig am Zunfthaus

Zum Abschluss unseres Stadtrundganges ging es ins Zunfthaus der Zunftgesellschaft zu Metzgern Bern. Dieses besteht seit 1420, das Gebäude wurde 1769/70 neu errichtet und zeigt noch heute die älteste Küche der Stadt. Hier erwartet uns die Cousine Antoinette Wyttenbach mit historischen, kulinarischen Köstlichkeiten, die wir probieren durften. Es gab einen Himbeeressigschott, Fleischbällchen mit Zitronenmuss, Spinatkuchen besonders leckere Fenchelschnitten, Wastelen und Greyerzer mit Rüebliconfi. Dazu wurde uns ein Weißwein der Familie von Erlach gereicht.

Fotos: Gabriele Wilms

Auch das ist sicher interessant für Reise-Wellness und Wohlfahl-Liebende Leser…

 

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