Entspannter Wellness-Genuss durch Digital Detox

, ,

Energisch kräht der Hahn, die Kuhglocken beginnen in ihrem beruhigenden Ton dumpf zu bimmeln und eine leichte rosa Verfärbung zeichnet sich über den Berggipfeln ab.

Sonnenaufgangstour fürs Digitale Detox

Mein Handy, Fehlanzeige. Denn die Natur hat mich sanft aus dem Schlaf geweckt. Alle elektronischen Gadgets hingegen liegen ausgeschaltet im Koffer.

Digital Detox ist angesagt. Eine echte Herausforderung für einen Reise- und Wellnessblogger

Denn mein klassischer Alltag – ob im Büro oder auf Reisen – startet morgens mit einem ausgiebigen Check der sozialen Netzwerke. Eine Tasse Kaffee und los geht es. Über den Tag verteilt poste ich regelmäßig, bin viel online und lasse mich gerne durch Twitter, Instagram und Facebook ablenken.

Digitale Detox – es geht auch ohne Handy

Zugegeben mit ein bisschen mehr Selbstdisziplin lässt sich das sicher in den Griff bekommen. Doch so ganz ohne Laptop, Handy und IPad? Genau dieser Herausforderung stelle ich mich vier Tage lang. Umgeben von traumhafter Natur heißt es das komplett analoge Leben spüren, wieder erleben und hoffentlich genießen.

Wie kommt man auf die Idee Digital Detox zu betreiben?

Als ich vor einigen Monaten die Einladung zu einer Reise vier Tage Digitale Detox im Stubaital erhielt, fühlte ich mich sofort angesprochen.

Wer braucht bei diesem Ausblick die Medien?

Durch meinen Job, zumindest rede ich es mir immer auf diese Art und Weise schön, bin ich immer häufiger online. Ja im Job, als Reiseblogger und auch privat. Morgens beim ersten Kaffee, tagsüber die Arbeit am PC und abends die sozialen Netzwerke auf dem Sofa. Gibt es für mich wirklich noch „normalen“ Urlaub wo ich einfach mal offline bin? Stellt sich die Frage, welche Gefahren birgt das digitale Leben? Läuft mein Leben damit an mir vorbei, stresst es mich und bin ich überhaupt noch in der Lage auf die Digitale Welt zu verzichten? Interessante Fragen, die bitte eines ganz klar definieren sollen. Ich bin froh, dass wir diese Entwicklung der digitalen Medien haben. Ich brauche sie zum Arbeiten, die Vernetzung vereinfacht und ermöglicht es mir so zu arbeiten, wie ich es tue. Das einzige was ich mir erlaube zu hinterfragen ist die dauerhafte Erreichbarkeit. Muss ich wirklich andere Menschen direkt in dem Augenblick des Erlebens daran teilhaben lassen oder reicht es nicht auch ein paar Stunden oder Tage später?

Diese Antwort möchte ich als kurzes Zwischen-Resümee vorweg nehmen

JA, es reicht vollkommen – und das auch als Reiseblogger, dessen Tätigkeit zu einem großen Teil im Netz stattfindet.

Pure Idylle auf der Schlickeralm 1616 m hoch über dem Stubaital

Wenn ich eines wirklich durch Digitales Detox gelernt habe, dann das meine Seele meinem Körper an den Ort in das hier und jetzt folgen können muss. Wenn ich ständig unter Strom stehe, alles sofort mitteilen möchte oder in den Netzwerken unterwegs bin, nehme ich ihr diese Möglichkeit. Und auch als Blogger brauche ich nicht dauerhaft erreichbar sein und meine Erlebnisse teilen. Erleben heißt das Zauberwort.

Zauberwort Digitale Detox auf der Alm – meine ganz persönlichen

Positive Erkenntnisse

  • viel mehr als sonst, war ich im hier und jetzt. Extrem wichtig aber war mit, ich war fokussiert. Meine ungeteilte Aufmerksamkeit gehörte dem Jetzt.
  • eine innere Ruhe machte sich zunehmend in mir breit – auch wenn unser Programm ziemlich voll mit unterschiedlichen Aktivitäten war. Diese waren alle analog und genussvoll in der Natur, fernab der digitalen Welt.
  • müde und zufrieden von dem geleisteten des Tages schlief ich abends ein um früh morgens frisch und gut gelaunt zu erwachen.
  • Allein der Blick über die friedliche Almwiese zu den majestätisch aufragenden Bergen zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht
  • Mein Augenblick, mein Ausblick, meine ICH-Zeit
  • Keinen Moment verspürte ich das Bedürfnis diesen Augenblick mit irgendjemandem – und schon gar nicht den sozialen Netzwerken – zu teilen

Negative Erkenntnisse

  • die Sichtbarkeit meiner Facebook-Page ist eindeutig gesunken. Somit bekommen weniger Menschen das angezeigt, was ich poste. Stellt sich allerdings die Frage nach der Relevanz.
  • Das ist aber auch schon das absolut einzige was ich negativ erwähnen könnte

 

Mein ganz persönliches Fazit einer 4 Tage Reise zum Digitalen Detox im Stubaital

Mein Kalender bekommt ein neues Symbol, das ICH. Ganz regelmäßig werde ich mir ab sofort meine ganz persönlichen Auszeiten gönnen. Ob ich diese Tage mit dem Modewort Digitales Detox betitel oder einfach nur ICH-Momente nenne, das ist irrelevant. Wichtig ist nur, mich der digitalen Welt zu entziehen. Auszeit von Laptop, Handy, IPad, Twitter, Facebook und Instagram zu nehmen. Unerreichbar sein und wertvolle Zeit für mich zu leben. Ohne permanente Ablenkung.

Einfach ankommen im hier und jetzt

Ein paar zusätzliche Tipps für Digitales Detox im Alltag habe ich auch noch im Gepäck

Mein großer Dank gilt hier Birgit Venetz, die mich dank ihres interessanten Impulsvortrages zum weiteren Nachdenken gebracht hat. Mehr zu ihrem Gesundheits-Management auch unter venetz.at

Tipps und Anregungen zum entspannten Umgang mit den modernen Medien – denn es muss nicht immer gleich komplettes Digitales Detox sein 🙂

Smartphone:

  • akustische Hinweise auf den Eingang von Mail, Facebook Nachrichten und Co lassen sich ausschalten
  • wenn das Handy wirklich unbedingt mit ins Schlafzimmer muss, der Flugmodus sorgt für mehr Entspannung
  • ein ausgeschaltetes Handy bei Terminen sorgt für die angebrachte Wertschätzung meines Gesprächspartners
  • Plane gewisse Zeiten zum Lesen von SMS und Mails ein
  • Kleiner Tipp am Rande. Während einer Autofahrt wählt sich ein Handy ständig in neue Funkzellen ein, was die Strahlung enorm erhöht. Ganz abgesehen von der fehlenden Aufmerksamkeit auf die Straße während dem telefonieren. Denn wie sagt Prof. Dr. Spitzer so nett: „Multitasking gibt es, beim Computer….“

Computer:

  • ein ergonomischer Arbeitsplatz schon den Körper und verringert die Ermüdung
  • Deaktiviere den permanenten Eingang von Mails und Kurznachrichten aus den sozialen Netzwerken.
  • Feste Zeiten um Mails zu lesen und zu beantworten erhöhen die Aufmerksamkeit
  • Offline arbeitet es sich viel konzentrierter und effizienter, denn ständige Unterbrechungen sorgen für Unruhe, Ablenkung und somit Stress.
  • Wer nach den sozialen Netzwerken süchtig ist, kann sich die Gratissoftware „Rescue Time“ auf den Rechner laden. Sie hilft wunderbar einen ungestörten Rahmen zum Arbeiten ohne Ablenkung zu finden. Denn wer kurzfristig keinen Zugang zum Netzwerk hat, schaut auch gar nicht erst nach neuen Nachrichten.

Die Schlickeralm – Entspannung, Genuss und pure Natur

Was das Stubaital an wunderbaren Möglichkeiten der Erholung zu bieten hat, das folgt im Artikel Stubaital kompakt, der in den nächsten Tagen erscheint. Denn ich habe die Erklärung, warum ich ausgerechnet im Stubaital meine digitale Auszeit nehmen noch nicht geliefert, oder? — Weitere Tipps zum Thema Digital Detox

Bitte bewerte diesen Artikel:
    [Gesamt: 4 | Durchschnitt: 5]
11 Kommentare
  1. Anja says:

    Hallo Katja,
    toller Bericht! und ich gebe Dir Recht, digital detox ist spannend, und entspannend… ich habe letzten Monat ein Yoga und Ayurveda Retreat im tiefsten Dschungel in Sri Lanka besucht. Ohne Strom und Wifi, also Entzug auf die harte Tour. Bliss! Kann ich nur empfehlen!

    Meinen Bericht ueber die Ayurveda Kur gibts hier: http://talkwellness.at/ayurveda-in-sri-lanka/

    liebe Gruesse, ich wuensche allen tolle Ich-Zeit!
    Anja

    Antworten
    • Katja Wegener says:

      Vielen lieben Dank Anja für deinen netten Kommentar.
      Vielleicht sollten wir die beiden Artikel miteinander verlinken, damit alle Leser möglichst viele Idee aus unterschiedlichen Richtungen zum Thema Digitales Detox finden.
      Was denkst du?

      Liebe Grüße
      Katja

      Antworten
  2. Franzi says:

    Liebe Katja,
    Vieleb Dank für diesen tollen Bericht! Finde ich auch extrem wichtig sich sehr viel bewusster mit all den Medien die uns umbegben und die wir benutzen kritisch auseinander zu setzen.

    Danke für den Tip mit dem Handy während des Auto fahrens! Werde es in Zukunft auf Flugmodus schalten wenn ich fahre!

    Lieben Gruß

    Antworten
    • Katja Wegener says:

      Hallo Franzi,
      um etwas anderes, als das wieder bewusst werden, für das was wir tun, geht es mir auch nicht. Denn nichts finde ich nerviger, als dogmatisches Belehren wollen.
      Liebe Grüße
      Katja

      Antworten
  3. Lisa says:

    Hallo Katja.
    Mein Handy schalte ich während einer Autofahrt sogar immer auf Flugmodus, allein um den Batterieverbrauch zu senken. Und weil ich noch eine alten VW mit Kassette habe und das Radio sonst immer diese komischen Geräusche von sich gibt. 😀 ich bin auch ein Fan von Digital Detox und probiere mir immer mehr anzugewöhnen das Handy mal auszuschalten. Vor allem im Urlaub…

    Liebe Grüße
    Lisa

    Antworten
  4. Nicole von PASSENGER X says:

    Digital Detox finde ich wichtig, aber gar nicht unbedingt in Form einer mehrtägigen „Kur“, sondern so wie du es in deinen Tipps geschrieben hast, auch im kleinen Format. Mein Handy ist grundsätzlich lautlos, es sei denn, ich habe mein Jobtelefon umgestellt, das kommt aber selten vor. Und ich habe auch die Meldungen auf dem Display größtenteils abgeschafft. Whats App, Instagram, Facebook und co, sehe ich nur als Zahlen, wenn ich den Bildschirm entsperre. Dadurch werde ich nicht so oft abgelenkt. Wenn ich mich mit Freunden oder Familie treffe bleibt das Handy meist komplett in der Tasche, damit ich das Hier und Jetzt, Gespräche, auch komplett genießen kann. Das ist mein „Alltags Digital Detox“. Aber das musste ich auch erst lernen. Es ist eben wirklich sehr verführerisch, sich immer wieder ablenken zu lassen, macht einen aber am Ende mürbe. Wie du es auch erlebt hast, ohne das Ding kann man viel mehr genießen, ist weniger gestresst, weil der Geist auch mal Zeit hat, zu verarbeiten.

    Liebe Grüße
    Nicole vom Reiseblog PASSENGER X

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Ein Ausblick, der für Genuss und Wohlbefinden sorgt. Und genießen kann man auf der nördlichen, kleinen Kanareninsel Lanzarote optimal. Perfekt für eine Winterflucht aus Deutschland, um den Frühling mit wärmender Sonne schon ein paar Tage früher zu genießen. Perfekt aber vielleicht auch, um einfach mal abzuschalten. In jeglicher Hinsicht abschalten, denn auch Digital Detox – also Handy abschalten – kann bereits zu einem Quantensprung für die Entspannung sein. Ausprobiert habe ich das mal bei Digital Detox im Stubaital. […]

  2. […] Entspannter Wellness-Genuss durch Digital Detox […]

  3. […] ist es auch fast meditativ solche Stoanamandle zu bauen. Perfekt geeignet wenn man entspannten Wellness Genuss durch Digital Detox spüren […]

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.