Lustwandeln im Wellnessmodus oder „Barock rocks“

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Lustwandeln im Schloss Oberschleißheim

Soviel gleich vorweg, ein Spa habe ich keins gefunden, als ich mich auf die Spuren des Blauen Kurfürsten zum Lustwandeln, durch Schloss Oberschleißheim gemacht habe.

Lustwandeln im Schloss Oberschleißheim

Lustwandeln im Schloss Oberschleißheim

Was es aber überall zu entdecken gibt waren Ecken randvoll mit Genuss für alle Sinne.
Dazu gab es Menschen, die sich offensichtlich dauerhaft mit ihren Smartphones zu beschäftigen wissen.
Handelt es sich hier etwa um geballtes Desinteresse an Kunst und Kultur?
Das genaue Gegenteil ist der Fall und die Antwort ganz einfach. Gemeinsam mit 22 weiteren Bloggern, Twitterern und Instagramern geht es auf einen Tweetwalk .

Lustwandeln im Schloss Oberschleißheim

Blick in die Kuppel zum Blauen Kurfürsten

Thema: #Lustwandeln auf den Spuren des Blauen Kurfürsten.
Das bedeutet, großes Aufsehen in der Medienlandschaft, zügiges kapern des trendigsten Hashtag auf Twitter und vor allem ganz viel Spaß.

Lustwandeln im Schloss Oberschleißheim

Lustvoller Ausblick

Fotografieren und die Bayrische Schlösser- und Seenverwaltung – in heißes Eisen

Doch wie kommt es eigentlich, dass ich einen Bericht über eine Location der Bayrischen Schlösser und Seenverwaltung schreibe? Besonders, wo es unter Bloggern und im Netz immer wieder zu kontrovers diskutierten Verbote und Möglichkeiten der fotografierten Objekte kommt.
Gerade das Schloss Oberschleißheim ist mit seinen knapp 30.000 Besuchern im Jahr, nicht wirklich ein Publikumsmagnet. Da stellt sich die Frage, wie sich das ändern lässt. Antwort: Die Schlösserverwaltung lud ein zu einem Tweetwalk.

 

Lustwandeln im Schloss Oberschleißheim

Social Media Freaks bei der Arbeit

#Lustwandeln – Kultur trifft moderne Medien oder umgekehrt?

Eine wunderbar gelungene Mischung aus historischer Kultur in Kombination mit den modernen Medien.
Und das bedeutet auch geheime Gänge, ungeahnte Klänge aus einzigartigen Perspektiven genauer zu erkunden.
Geschichten, bei denen nicht nur die Akteure vor Ort, beispielsweise auf dem sonst nicht zugänglichen Schlossdach, herum turnen, auch alle anderen sind live über die Sozialen Medien mit dabei.
Wenn auch nicht zwingend physische vor Ort, doch live sind beispielsweise auch internationale Einrichtungen wie Schloss Versailles, die Albertina in Wien oder die Kunsthalle in Karlsruhe mit dabei und zwitschern kräftig mit.

#Lustwandeln – Multimediale Aufmerksamkeit historisch interpretiert

Doch zurück zur Frage, was hat das mit Wellness zu tun. Gut, die klassische Massage gab es nicht im Schloss, doch wer Wellness mit Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele definiert, wird in den vielen tollen Bildern, die inzwischen im Netz stehen, schnell alle Antworten finden. Platt sind wir nach dieser exklusiven Führung aber doch alle. Wellness ersetzt durch Multitasking. Denn fotografieren, twittern, instagramen und andere soziale Netzwerke zu bedienen, während man parallel versucht ein Auge für die Kunst zu haben…. wirklich genussvoll ist das nicht. Doch, das ist auch nicht Sinn und Zweck des #Lustwandeln gewesen. Multimediale Aufmerksamkeit stand auf der Agenda und das ist mit mehr als 2000 Tweets, die eine Reichweite von fast fünf Millionen Nutzern erzielten, nicht von der Hand zu weisen.

Lustwandeln im Schloss Oberschleißheim

Lustwandeln im Schloss Oberschleißheim

Stellt sich die nächste Frage: Warum setzen auch heutzutage so wenig Unternehmen auf diese Art der Kommunikation? Aber wahrscheinlich sehe ich das zu sehr durch die Onliner-Brille und eine teuer geschaltete Printanzeige hat eine wesentlich höherer Effizienz ☺

Ein großes Dankeschön an die Bayrische Schlösser- und Seenverwaltung für diesen absolut gelungenen Schritt ins mediale Leben.

So sieht es übrigens aus, wenn Digital wieder Analog geht 🙂

Heute mal XXL in der TZ München…

Lustwandeln TZ München Bayern Oberschleißheim

Lustwandeln „Überschleißheim“

Social Media, so siehts aus….

 

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18 Kommentare
  1. Tanja Praske says:

    Liebe Katja,

    ein ganz herzliches Dankeschön für deinen Bericht. Wir hatten zwar keine Sonne vor Ort, aber du holst wunderbare Ansichten von Schleißheim – Schloss und Garten – hervor!

    Ja, platt waren wir nach den über drei Stunden. Geplant war das Programm in zwei Stunden zu packen. Danke, dass du und ihr so gut durchgehaltet habt, belegt es am Ende doch, dass das Anschauen von Kunst mitsamt der geistigen Nahrung in Form von „Geheimnisverrat“ zu Hochgefühl und Begeisterung führen kann. Somit war unsere Mission mehr als erfüllt und es tut gut, deinen Bericht und den der anderen zu lesen. Ihr habt so verschiedene Perspektiven, wie in euren Fotos – toll!

    Herzlich,
    Tanja

    Antworten
  2. Franzi says:

    Vielen Dank für deine tollen Einblicke! Eine Schande dass dieses tolle Schloss nicht mehr Menschen besuchen! Auf deinen Fotos hab ich direkt Lust es zu besuchen 🙂 (ja gut bin auch großer Barock Fan :P)

    Aber sehr interessantes Konzept das Lustwandeln! Wurdest du dazu eingeladen oder konnte man sich da sozusagen einschreiben und dann mitmachen?

    Ganz lieben Gruß!

    Antworten
    • Katja Wegener says:

      Liebe Franzi,
      es war eine Aktion von Schloss Oberschleißheim, mit Einladung, Platzauslosung und dann dieser coolen Führung.
      Jetzt ist alles, was du unter dem #Lustwandeln findest in den Sozialen Netzwerken, Nachbearbeitung.

      Ich bin mir sicher, es wird weitere dieser Veranstaltungen geben.

      LG Katja

      Antworten
  3. Monika and Petar Fuchs says:

    Der Park von Schloss Schleißheim war mal unser täglicher Spaziergang :). Bei einer solchen #Lustwandeln Aktion hätten wir gerne mitgemacht, vor allem weil wir Schlösser und Burgen ja auch auf unserem Blog vorstellen. Vielleicht beim nächsten Mal.

    Antworten
  4. Nina Strasser says:

    Liebe Katja,
    Ein wirklich sehr schön geschriebener Bericht. Ich habe das Lustwandeln auch sehr genoßen! Bei den Temperaturen wäre es aber auch schön gewesen, wenn sich im Schloss tatsächlich ein Spa Bereich versteckt hätte… 😉
    Liebe Grüße,
    Nina

    Antworten
    • Katja Wegener says:

      Liebe Nina,
      ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich geschaut hätte, wenn doch ein Spa Bereich dort gewesen wäre 🙂
      Vielleicht sollte wir unter diesem Aspekt mal die anderen bayrischen Schlösser näher unter die Lupe nehmen.
      Was denkst du?
      Liebe Grüße
      Katja

      Antworten
  5. Nicole says:

    Liebe Katja,

    das klingt tatsächlich recht anstrengend. Sicherlich ein schöner Ort, aber Bloggerreisen, werde ich glaube ich erst einmal nicht machen, auch wenn mir das Multitasken leicht fällt, würden meine Augen beim Wechsel von Kunst zu Bildschirm etwas verwirrt sein;)
    Danke dir für den kleinen Einblick hinter die Kulissen,

    liebe Grüße
    Nicole

    Antworten
    • Katja Wegener says:

      Liebe Nicole,
      klassische Blogger- oder Pressereisen sind noch eine andere Hausnummer. Der Tweetwalk war geballtes Multitasking.
      Ganz nach dem Motto: „Was du außerhalb deines Handbildschirms siehst, das nennt man echtes Leben“ 🙂

      Somit, ich brauch dann mal wieder ne Runde Digital Detox 🙂

      Antworten
  6. Daniela says:

    Ich denke, einige Unternehmen brauchen noch etwas, bis sie diese Art von multimedialer Aufmerksamkeit und ihre Wirkung daraus erkennen. Ich mag solche Tweetwalks sehr gerne, aber lieber lese ich da zuhause mit und schau mir die Bilder an. Selbst finde ich das auch super anstrengend. Wenn man sich dann noch mit jemandem unterhalten will, hat man verloren.

    Antworten
  7. Gesine Zenker says:

    Liebe Katja,

    vielen Dank für deinen Blickwinkel auf unseren Tweetwalk in Schleißheim und auch großes Dankeschön, das du analog so wie auch digital dabei warst.

    Die Möglichkeit durch Tweet- oder Instawalks an so einem Event teilzunehmen, ist das Schöne und Einzigartige der digitalen Mobilität. Nicht nur, dass sich viele unterschiedlichen Sichtweisen durch Blogger wie dich auf ein Thema eröffnen, auch kann ich unabhängig, wo ich gerade bin, in Echtzeit eine Führung in New York, Paris oder eben Schleißheim miterleben. Und wie du in deinem Beitrag so schön geschrieben hast, kann nicht nur der Blogger, Instgrammer oder Twitterati vor Ort einen Blick hinter die Kulissen wagen, sondern jeder, der sich auf diese Art der Vermittlung einlässt.

    Vielen Dank noch mal für deine Teilnahme. Ich wünsche dir ein erholsames Wochenende!

    Liebe Grüße aus der Nymphenburg
    Gesine von der Schlösserverwaltung

    Antworten
    • Katja Wegener says:

      Liebe Gesine,
      es war mir ein große Freude dabei sein zu dürfen.
      Denn nicht nur die Tour selbst, auch die Kommunikation im Anschluss hat unglaublich viel Spaß bereitet.

      Ich sage Danke für diesen tollen Einblick.

      Antworten

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